Bienentränke  - einfaches und schnelles DIY mit Kindern im Sommer

Bienentränke - einfaches und schnelles DIY mit Kindern im Sommer

Seid ihr auf der Suche nach einer kinderleichten und wunderbaren Aktivität mit kleinen Kindern im Sommer, die nicht nur Spaß macht, sondern auch lehrreich ist? Eine Bienentränke sieht nicht nur wunderschön aus und ist ganz schnell gemacht. Gerade jetzt wo es teilweise tagelang nicht regnet haben es Bienen immer schwerer ausreichend Wasserquellen zu finden, die sie zum Überleben und zur Bestäubung benötigen. 

Gerade jetzt, wenn es teilweise tagelang nicht regnet, haben es Bienen immer schwerer, ausreichend Wasserquellen zu finden. Und Wasser brauchen sie nicht nur „weil Durst“, sondern auch für ihr Volk, zum Kühlen des Stocks und damit sie ihre wichtige Arbeit als Bestäuber überhaupt schaffen. Kurz gesagt: Ohne Wasser keine Bienen-Action – und ohne Bienen wird’s im Garten ziemlich still.

Und das Beste: Du brauchst dafür kein Bastel-Genie. Du brauchst nur… Dinge, die du sowieso irgendwo rumliegen hast. (Und ja: Die gesammelten Kinder-Steine bekommen endlich ihren großen Auftritt. Ich wusste, es hatte einen Grund, warum ich die nicht heimlich entsorgt habe )

Warum eine Bienentränke so wichtig ist (und nicht nur hübsch aussieht)

Gerade im Sommer, wenn es heiß und trocken ist, finden Bienen oft nicht genug Wasser. Eine Bienentränke ist eine sichere Wasserstelle für Bienen, damit sie trinken können, ohne in einer tiefen Schüssel zu ertrinken.
Bienen sind zwar kleine Superhelden, aber Schwimmflügel tragen sie leider nicht.

Eine gute Bienentränke ist außerdem:

  • eine schnelle Sommer-Beschäftigung mit Kindern, die sinnvoll ist
  • ein kleines Naturprojekt, bei dem Kinder sofort sehen: „Ich kann helfen!“
  • ein Mini-Moment von „Wir tun heute was Gutes“ – ohne großen Aufwand

Und falls du dich fragst, ob das überhaupt einen Unterschied macht: Ja. Wenn viele Haushalte im Sommer eine kleine Wasserstelle anbieten, entsteht ein richtiges Netz an Trinkplätzen. Das ist wie Tankstellen – nur für Insekten.

Was ihr für die Bienentränke braucht:

  • Eine Blumenschale oder einen Untertopf
  • kleine Steine die eure Kinder gesammelt haben (ich wusste, dass es sich lohnt die Steine welche meine Kinder mir im Laufe der Jahre geschenkt haben aufzuheben :D )
  • Bunte Muggelsteine
  • Blüten (Lavendel und andere bienenfreundliche Blumen sind ideal)
  • Wasser

Optional (wenn du der Lieblingsmensch der Bienen werden möchtest):

  • ein kleiner Ast oder ein Stück Rinde als zusätzliche Landefläche
  • Moos ist so schön weich und kühlend bei der Landung
  • eine Handvoll Kiesel für mehr Stabilität
  • ein paar Kräuterblüten (z. B. Thymian, Salbei, Rosmarin)

Bienentränke basteln: So geht’s Schritt für Schritt

1) Steine sammeln

Lasst die Kinder all ihre gesammelten Steine in die Blumenschale legen.
Hier dürfen sie ruhig ein bisschen „bauen“: höher, flacher, Inseln, Wege – alles erlaubt. Hauptsache, es gibt viele Stellen, auf denen die Bienen landen können.

2) Muggelsteine hinzufügen

Ein paar bunte Muggelsteine sorgen für extra Farbe und sind für Kinder einfach ein Highlight.
(Und ja: Sie werden zu 80 % nach Schönheit sortiert. Wissenschaftlich geprüft. )

3) Blüten einstreuen

Lavendel und andere Blüten, die Bienen lieben, locker verteilen.
Das macht die Tränke nicht nur hübsch, sondern du bekommst damit auch gleich diesen „Sommergarten-Vibe“.

4) Wasser einfüllen

Nun füllt ihr die Schale mit Wasser auf – aber nicht zu viel!
Die Bienen sollen auf den Steinen oder/ und den Blüten und Moos landen und trinken können, ohne dass sie reinpurzeln und ertrinken.

5) Platzieren

Stellt die Bienentränke an einen schattigen Platz, am besten in der Nähe von Blumen.
Perfekt ist: morgens Sonne, mittags Schatten – wie ein kleiner Bienen-Urlaubsort.

6) Pflegen

Je nach Hitze müsst ihr die Wasserschale mindestens einmal täglich auffüllen.
Bei 30 Grad und mehr kann es auch sein: morgens und abends nachsehen.

Biene beim Trinken an selbstgebauter Bienentränke Kunterbunte Spielideen

(Auch Wespen dürfen naschen)

Wo stellt man eine Bienentränke am besten hin? (damit sie wirklich genutzt wird)

Damit die Bienentränke nicht als Deko endet, hier die beste Platzwahl:

  • In der Nähe von Blumen oder Kräutern (Lavendel ist top)
  • Windgeschützt
  • schattig damit das Wasser nicht so schnell verdunstet
  • Nicht direkt am Esstisch (außer du liebst Nervenkitzel )

Wenn du Kinder hast, die gern beobachten: Stell sie so hin, dass ihr sie gut sehen könnt – aber bitte so, dass niemand dauernd reinfasst. Das ist für die Bienen Stress.

Warum Bienentränken so wichtig sind:

Gerade im Sommer, wenn es heiß und trocken ist, finden Bienen oft nicht genug Wasser. Eine Bienentränke hilft diesen fleißigen Bestäubern, ihren Durst zu stillen und weiterhin ihre wichtige Arbeit zu verrichten. 

Mini-Lernprojekt: Was Kinder mit der Bienentränke dabei ganz nebenbei üben

Das hier ist nicht nur „süßes Basteln“. Du trainierst richtig viel, ohne dass es sich nach Lernen anfühlt:

  • Naturverständnis: Warum brauchen Bienen Wasser?
  • Achtsamkeit: leise beobachten, nicht stören
  • Feinmotorik: Steine legen, sortieren, platzieren
  • Sprache: Begriffe wie Blüte, Bestäuber, Wasserstelle
  • Verantwortung: „Ich kümmere mich jeden Tag darum.“

Und ganz ehrlich: Dieses Gefühl von „Wir helfen wirklich“ macht Kinder oft richtig stolz.

Wie steht’s eigentlich um unsere Bienen? 

Wenn wir „die Bienen“ sagen, meinen wir oft automatisch die Honigbiene. Die ist zwar super bekannt – aber sie ist nur ein Teil der Geschichte. In Deutschland leben nämlich rund 560 Wildbienenarten (inklusive Hummeln) – und viele davon sind viel stärker bedroht als die Honigbiene. (Umweltbundesamt)

Wildbienen haben es besonders schwer

Aktuelle Einschätzungen zeigen: Fast die Hälfte der Bienenarten in Deutschland gilt als bestandsgefährdet. (rote-liste-zentrum.de)
Und beim Blick auf langfristige Trends wird’s nicht gemütlicher: Beim Bundesamt für Naturschutz wird berichtet, dass bei Wildbienen die Bestände bei etwa 45 % der Arten zurückgegangen sind. (bfn.de)

Und in Europa? Auch da wird’s eng

Die IUCN (Weltnaturschutzunion) bewertet regelmäßig den Status von Arten. Laut einer aktuellen Auswertung gelten in Europa mindestens 172 von 1.928 bewerteten Wildbienenarten (rund 10 %) als vom Aussterben bedroht – deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. (iucn.org)

Warum ist das so? Die wichtigsten Ursachen (verständlich erklärt)

Wildbienen und andere Bestäuber leiden vor allem unter:

  • fehlenden Lebensräumen (zu wenig blütenreiche Flächen, zu wenig „wilde Ecken“)
  • zu wenig Nahrung über das ganze Jahr (kurz viel, dann lange nichts)
  • intensiver Landwirtschaft und Pestiziden
  • Klimastress (Hitze, Trockenheit, verschobene Blühzeiten) (iucn.org)

Was viele nicht wissen: Wildbienen sind oft Spezialisten

Viele Wildbienen fliegen nicht „alles an“, sondern brauchen ganz bestimmte Pflanzen – oder sie nisten nur in speziellen Strukturen (Sand, Totholz, Hohlräume). Wenn das fehlt, hilft ihnen auch der schönste Gartenstuhl leider nicht weiter. 

Und was ist mit Honigbienen?

Honigbienen werden von Imkern gehalten (also „betreut“), aber auch sie haben Probleme – zum Beispiel durch Parasiten wie die Varroamilbe und schwierige Wetterbedingungen. In Deutschland wird für manche Jahre von relativ hohen Winterverlusten berichtet, regional sehr unterschiedlich. (Laves Niedersachsen)

Und jetzt die gute Nachricht:

Du musst nicht die Welt retten, um zu helfen. Eine Bienentränke ist ein Mini-Baustein, der bei Hitze sofort wirkt – und wenn viele Haushalte mitmachen, entsteht ein Netz aus Wasserstellen. Genau solche kleinen, praktischen Dinge sind im Sommer Gold wert.

Häufige Fragen zur Bienentränke

Wie tief darf das Wasser in der Bienentränke sein?

So flach, dass die Steine deutlich herausragen.
Bienen brauchen eine sichere Landefläche – sonst rutschen sie ab und können ertrinken.

Dürfen Wespen auch trinken?

Ja, Wasser dürfen sie.
Wenn du sie nicht am Tisch willst: Tränke ein paar Meter weg vom Sitzplatz aufstellen – dann bleibt die Stimmung beim Essen entspannt.

Darf ich Zuckerwasser anbieten?

Nein. Bitte nur frisches Wasser.
Zuckerwasser zieht zu viele Tiere an, verstärkt Konkurrenz und kann Bienen sogar schaden.

Wieso kommen bei mir nur Wespen, aber keine Bienen?

Das passiert super häufig – und hat meist einfache Gründe:

  • Wespen sind schneller und direkter, wenn sie Wasser (oder Futterduft) riechen.
  • Steht die Bienentränke zu nah am Esstisch oder in der Nähe von süßen Getränken/Obst, gewinnen die Wespen die Runde.
  • Manche Standorte sind für Bienen einfach unpraktisch: zu sonnig, zu heiß oder zu weit weg von Blüten.

Wie tief darf das Wasser in der Bienentränke sein?

So flach, dass die Steine deutlich herausragen.
Bienen trinken im Sitzen – sie brauchen Landeflächen, sonst rutschen sie ab und können ertrinken.

Faustregel: Mehr Steine als Wasser.

Wie verhindere ich, dass Bienen in der Bienentränke ertrinken?

Das ist die wichtigste Sicherheitsfrage überhaupt.

  • Viele Steine/Kiesel einbauen (wie kleine Inseln)
  • Wasser nur bodenbedeckend einfüllen, nicht „schüsseltief“
  • Optional: Rinde oder Ast als zusätzliche Landebrücke

Wenn du unsicher bist: lieber noch 5 Steine mehr – das macht die Tränke sofort sicherer.

Wie oft muss ich Wasser nachfüllen und wechseln?

  • Nachfüllen: im Sommer meist täglich, bei 30°C+ auch morgens und abends
  • Wechseln: alle 2–3 Tage komplett
  • Sofort wechseln, wenn das Wasser trüb wird oder riecht

Frisches Wasser wird schneller angenommen – und ist hygienischer.

Was mache ich, wenn Algen oder „Schleim“ im Wasser entsteht?

Das passiert bei Hitze und Sonne schnell – völlig normal, aber bitte ernst nehmen.

  • Schale mit heißem Wasser ausspülen
  • Steine kurz abspülen
  • Standort in den Halbschatten verlegen
  • Wasser häufiger wechseln

Algen = Zeichen, dass die Tränke zu warm/zu sonnig steht.

Ziehe ich mit einer Bienentränke Mücken an?

Wenn du das Wasser regelmäßig wechselst, ist das Risiko gering.

Damit Mücken keine Chance haben:

  • Wasser alle 2–3 Tage wechseln
  • lieber flach als tief
  • keine „Wasserpfütze ohne Bewegung“ über lange Zeit stehen lassen

Mücken lieben alte, stehende Wasserstellen – nicht eine gepflegte Bienentränke.

Wo stelle ich die Bienentränke am besten hin, damit Bienen sie wirklich finden?

Am besten:

  • in der Nähe von Blüten/Kräutern (Lavendel, Thymian, Salbei)
  • windgeschützt
  • halbschattig (nicht volle Mittagssonne)
  • ruhig gelegen (nicht mitten im Trubel)

Wichtig: Bienen „merken“ sich gute Wasserstellen – aber manchmal dauert es 1–3 Tage, bis sie sie entdecken.

 

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Liebe Grüße und viel Spaß beim Basteln,

Anita von Kunterbunte Spielideen

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